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Lebensretter Rettungsweste

Die Rettungsweste ist eine der wichtigsten Erfindungen der Seefahrt und hat bereits vielen das Leben gerettet. Auf den meisten Schiffen der Welt ist sie Pflicht und das zurecht, denn Schiffsunglücke sind nicht selten und wer nicht schwimmen kann hat dabei meist schlechte Karten. Doch wie ist die Rettungsweste eigentlich entstanden und wie kann sie Leben retten? Im Folgenden wollen wir die Rettungsweste etwas näher untersuchen und ihren Stellenwert verdeutlichen.

 

Die Geschichte der Rettungsweste

Die Geschichte der Rettungsweste geht bereits auf das Mittelalter zurück. Dort verwendete man Kork und Kapok, beide Materialien mit geringer Dichte. Den Nutzen als Schwimmhilfen sah man in diesen Materialien sehr früh und so entstanden auch Gürtel und Jacken, die mit den Materialien gefüllt waren. Auch aufblasbare Schläuche aus Tierhäuten waren nicht unbekannt. Im 18. Jahrhundert befasste sich der Gelehrte Johann Friedrich Bachstrom mit Methoden zur Lebensrettung auf dem Wasser und präsentierte dabei auch seine aus Kork gefertigte Rettungsweste. Doch erst weitere hundert Jahre später wurde die Rettungsweste zu einer verbreiteten Erfindung, die auf vielen Schiffen der damaligen Zeit im Inventar war.

Die Korkweste von Captain Ward gilt als eine der ersten funktionstüchtigen Rettungswesten. Doch diese Westen hatten einen entscheidenden Nachteil: Sie waren massig und nahmen recht viel Platz weg. Bei geringer Belegschaft auf dem Schiff kein Problem, doch mit dem wachsenden Kreuzfahrttourismus der damaligen Zeit wurde es nötig, platzsparende und dennoch effiziente Rettungswesten zu entwickeln.

 

Die aufblasbare Rettungsweste

Die Geburtsstunde der aufblasbaren Rettungsweste lässt sich nicht genau beziffern, aber ihre Entwicklung hat wohl zu Ende des 19. Jahrhundert begonnen. Zu Beginn waren es recht komplizierte Apparaturen, bei denen zum Teil auch gesundheitsschädigende Chemikalien wie Äther oder Methylchlorid zum Einsatz kamen, diese wurden bei Raumtemperatur schnell gasförmig und blähten so die Jacke auf. Heutige Rettungswesten sind dabei wesentlich unkomplizierter und enthalten meist auch andere aufblähende Mittel, wie Kohlendioxid, welches stark komprimiert in Ampullen gefüllt werden kann. Beim Auslösen des Mechanismus kann das Gas sich auf ein Vielfaches ausdehnen.

Die aufblasbare Rettungsweste von heute kann aber meist auch manuell aufgeblasen werden, falls der Aufblasmechanismus versagt. Doch moderne Rettungswesten bieten meist noch mehr als einfachen Auftrieb. Meist sind Rettungswesten auch in Signalfarbe gefärbt, um die Erkennbarkeit auf der Meeresoberfläche zu erhöhen. Auch Pfeifen sind oft Ausstattung einer modernen Rettungsweste. Das kann vor allem in der Nacht sinnvoll sein, da man so auch akustisch auf sich aufmerksam machen kann. Viele Rettungswesten senden mittlerweile auch automatische GPS-Signale.

 

Auch Angler tragen Rettungswesten

Wie viele Leben diese simple und doch extrem wichtige Erfindung gerettet hat, darüber kann man nur spekulieren. Nicht umsonst findet man Sie überall dort wo man mit Wasser in Kontakt kommt oder kommen könnte. Auch in Flugzeugen findet man die Rettungswesten und auch der Angler auf dem kleinen Angelboot verzichtet oft nicht auf den Lebensretter. Die Macht des Wassers sollte man nicht unterschätzen. Mit einer Rettungsweste kann man aber der Mächtigkeit gewaltiger Wassermassen etwas entgegenwirken. Und auch in Zukunft wird die Entwicklung besserer Westen und Technologien voranschreiten, um noch mehr Leben retten zu können. Denn auf dem Boot ist die Rettungsweste das, was für den Soldaten die schusssichere Weste ist und für den Motorradfahrer der Motorradhelm, über den Sie hier auch mehr erfahren können.